Band 9 (Söderfeldt)

Von der Pathologie in die Öffentlichkeit. Die deutsche Gehörlosenbewegung 1848–1914

Ori­gi­nal­ti­tel: From Patho­lo­gy to Public Sphe­re The Ger­man Deaf Move­ment 1848–1914
Bie­le­feld: tran­script
2012, 290 Sei­ten
kart., 34,80 Euro
ISBN: 978–3-8376–2119-8

Laut­spra­chi­ge Gehör­lo­sen­bil­dung, die so genann­te „deut­sche Metho­de”, fei­er­te im spä­ten 19. Jahr­hun­dert Tri­um­phe in der gan­zen west­li­chen Welt. Wäh­rend in Deutsch­land gehör­lo­sen Kin­dern das Lip­pen­le­sen und Arti­ku­lie­ren bei­ge­bracht wur­de, kämpf­ten erwach­se­ne Gehör­lo­se aus dem städ­ti­schen Bür­ger­tum für die Nut­zung der Gebär­den­spra­che.

Wie sind die Gehör­lo­sen­ver­ei­ne ent­stan­den, mit wel­chen Stra­te­gi­en for­der­ten sie Selbst­be­stim­mung, von wel­chen Grup­pen haben sie sich abge­grenzt? Auf der Grund­la­ge his­to­ri­scher Quel­len wird die Geschich­te einer der ältes­ten Behin­der­ten­be­we­gun­gen erzählt und ein beein­dru­cken­des Kapi­tel der „disa­bi­li­ty his­to­ry” in Deutsch­land prä­sen­tiert.

Ylva Söder­feldt (M.A) ist His­to­ri­ke­rin und lebt in Ber­lin. Ihr For­schungs­in­ter­es­se liegt in der Schnitt­stel­le von Geis­tes- und Sozi­al­ge­schich­te mit einem Fokus auf die Geschich­te der Medi­zin und die Disa­bi­li­ty His­to­ry.

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