Band 11 (Tacke)

Alexandra Tacke (Hrsg.): Blind Spots.
Eine Filmgeschichte der Blindheit vom frühen Stummfilm bis in die Gegenwart

Bie­le­feld: tran­script
2016, 350 Sei­ten
kart., 35,99 Euro
ISBN: 978–3-8376–2709-1

Char­lie Chap­lin, Luis Buñu­el, Lars von Trier, Take­shi Kita­no: Das The­ma Blind­heit zieht sich durch die gan­ze Film­ge­schich­te. Den blin­den Prot­ago­nis­ten kom­men dabei ganz unter­schied­li­che Funk­tio­nen zu. Zum einen wer­den durch sie die spe­zi­fi­schen Wahr­neh­mungs­mög­lich­kei­ten des Kinos sowie tech­ni­sche Neue­run­gen (wie z.B. vom Stumm- zum Ton­film) reflek­tiert; zum ande­ren wer­fen sie Fra­gen nach dem Ver­hält­nis von Kör­per, Kul­tur und Behin­de­rung auf.

Die Bei­trä­ge des Ban­des ver­bin­den fil­m­äs­the­ti­sche Pro­blem­stel­lun­gen mit Ansät­zen der Disa­bi­li­ty Stu­dies und fra­gen nach den Iko­no­gra­phi­en, Codie­run­gen und Nar­ra­tio­nen von Blind­heit seit den Anfän­gen des Kinos. Dabei geht es nicht nur dar­um, wie Blind­heit im Film reprä­sen­tiert wird, son­dern auch um die Macht der Bli­cke, die Zuschau­er- und Kamer­a­po­si­ti­on sowie Voy­eu­ris­mus. Im Mit­tel­punkt ste­hen die »blind spots« der fil­mi­schen Wahr­neh­mung.

Alex­an­dra Tacke (Dr. phil.) ist Lite­ra­tur- und Kul­tur­wis­sen­schaft­le­rin. Sie ist Gast­pro­fes­so­rin an der Kazi­mierz-Wie­l­ki Uni­ver­si­tät in Bromberg/Bydgoszcz (Polen).

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